Menschen ab dem 60. Lebensjahr ziehen den größten Nutzen aus sportlichen Aktivitäten.

In dieser Gruppe ist allerdings auch die Dunkelziffer nicht bekannter Herz- Kreislauferkrankungen am höchsten.

Mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko, sich unangemessener körperlicher Belastung auszusetzen.

Gerade bei der Gruppe der Senioren ist es besonders wichtig, gründliche Sporttauglichkeitsuntersuchungen durchzuführen.

Bei den Senioren findet man derzeit immer noch den geringsten Anteil an Sporttreibenden, wobei die Zahl zunehmend im Steigen begriffen ist.

Die individuellen Unterschiede in Bezug auf die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit sind aufgrund der persönlichen Biografie jedes einzelnen hier am größten.

Es wird im Seniorensport angeraten, nicht mit pauschalisierenden Instrumenten (z. B. 180 - Lebensalter = Herzfrequenz) bei der Leistungsbestimmung zu arbeiten, sondern unbedingt Fachleute hinzuzuziehen (Sportärzte, Internisten, usw.).

Das gesundheitliche Risiko unter ausserordentlichen Bedingungen ist aufgrund von Vorerkrankungen oder alterbedingten Einschränkungen am höchsten (große Höhe, Hitze, Kälte, ...).

Die Kenntnis über die eigenen Belastungsgrenzen, Abbruchkriterien und Kontraindikationen ist bei den Senioren am geringsten.

Sowohl aus der Sicht der Sportmedizin als auch der Präventivmedizin besteht für den Alterssport der höchste Forschungs- und Ausbildungsbedarf.

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